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GKU zu aktuellen Berichten über EHEC und Trinkwasser:

Trinkwasseraufbereitung stellt Schutz vor EHEC sicher

GKU: Trinkwasser in Deutschland wird nach strengen Qualitätsmaßstäben überprüft

Umweltbundesamt: Gefahr durch EHEC ausgeschlossen

Altentreptow, 28. Juni 2011 - Zu dem heute im Magazin „Der Spiegel“ hergestellten Zusammenhang zwischen EHEC und Trinkwasser, weist die GKU darauf hin, dass nach Angaben des Umweltbundesamtes eine Gefahr durch den EHEC-Ausbruchsstamm ausgeschlossen werden kann. UBA-Präsident Flassbarth führte ergänzend aus: „Die mit unabhängigen Wissenschaftlern besetzte Trinkwasserkommission beim Umweltbundesamt hat eine Gefahr für das Trinkwasser durch den aktuellen EHEC-Ausbruchsstamm verneint.“

Zur Frage, ob EHEC über das Trinkwasser übertragen werden kann, hat das Umweltbundesamt eindeutig Stellung bezogen, so die GKU. Demnach gebe es laut UBA keine Anzeichen für eine Verbreitung von EHEC direkt mit dem Trinkwasser. Trinkwasser als Ursache sei unwahrscheinlich, da die gegenwärtigen Erkrankungshäufungen über ganze Landstriche und größere Regionen verteilt seien und nicht einem Versorgungsgebiet der öffentlichen Trinkwasserversorgung zugeordnet werden könnten. „Ohnehin ist Trinkwasser gegenüber anderen Infektionspfaden (Lebensmittel, Tierkontakt) selten direkter „Überträger“ von Krankheitserregern wie EHEC, da in der Regel weder die Fäkalien von Tieren noch von Menschen in das Trinkwasser gelangen“, so das UBA. Weiter führt das Amt aus: „Dies wird durch mehrere sogenannte „Barrieren“ sichergestellt – den Schutz der Brunneneinzugsgebiete oder Gewässer, die Aufbereitung in den Wasserwerken, wenn nötig einschließlich einer Desinfektion, und den guten Zustand der Trinkwasserleitungen.“

Die GKU überprüft die Qualität des Trinkwassers regelmäßig und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Die in Deutschland geltende Trinkwasserverordnung, in der die notwendigen Kontrollen gesetzlich festgelegt seien, gehöre zu den strengsten Gesetzen zur Trinkwasserüberwachung weltweit, so die GKU. Dazu gehöre auch die mikrobiologische Untersuchung, die prüfe, ob E.coli im Wasser vorkomme. „Die Trinkwasserunternehmen können bei Auftreten einer mikrobiologischen Belastung das Rohwasser, das zu Trinkwasser aufbereitet wird, wirkungsvoll durch herkömmliche Desinfektionsverfahren reinigen. Dies bestätigen auch die vom Umweltbundesamt veröffentlichten Einschätzungen zu EHEC und Trinkwasser“, so die GKU.“

Auch eine breit angelegte Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass das Trinkwasser in Deutschland eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die Studie des Amtes ergab: Die mehr als 2600 großen zentralen Wasserversorgungsanlagen halten in mehr als 99 Prozent die gesetzlichen Auflagen ein, zu denen auch die Überprüfung mikrobiologischer Belastungen gehört.